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Leser schreiben für Leser

Da wache ich morgens aus einem schönen Traum auf: Fleissige Bienen umflogen mich, so zahlreich schwirrten sie um meinen Kopf, als wollten sie mir sagen:

Mensch, wach’ auf, wir sind keine Bienen, wir sind Flugzeuge.

Und da hat sich eine Agentur in Berlin einen Spruch ausgedacht, den soll ich schlucken, vier Kilometer von der Startbahn

Zuhause am Flughafen – Gemeinsam in die Zukunft

Na ja, denke ich, ganz schöner Hohn, diese Überschrift für eine Ausstellung über den ordnungspolitischen Fehlgriff am südlichen Stadtgebiet Berlins.

Aber irgendwie haben sie ja Recht, diese Werbestrategen, mit ihrem Jargon, wir wollen ja hier wohnen, auch wenn dieses Horrording irgendwann in Betrieb geht, nur wie werden wir wohnen? Werden wir uns auch Zuhause fühlen?

Eines ist sicher, ein Maschinen-Rhythmus wird einziehen, ein gigantisches Metronom wird unser Leben unter sein Regime zwingen. Nichts wird so sein wie vorher.

Und Schulzendorf? Mein Freund, er hat’s mit der Realität, sagt mir:

Den Ort, vier Kilometer von der Startbahn, kannst Du vergessen, die Dinger müssen ja rauf und runter.

Sage ich:
Ja, aber die haben sich was überlegt, damit Schulzendorf entlastet wird. Nur die schwersten Maschinen der Erde überfliegen die Mitte Schulzendorfs, die kleineren sollen an Schulzendorf vorbeifliegen.

Sagt er:
Sag’ mal, hast du schon einmal eine Rasenfläche ohne Trampelpfad gesehen?

Sage ich:
Was hat denn ein Trampelpfad im Rasen mit den Flugrouten zu tun?

Sagt er:
Na die Route, die direkt über Schulzendorfs Ortsmitte führt – 15 Grad-Knick genannt –, das ist der Flug-Trampelpfad. Beiden liegt dasselbe Prinzip zugrunde, denn ob Fußgänger oder Pilot, jeder sucht den einfachsten und kürzesten Weg. Mit einem einzigen großen Unterschied: Der Flug-Trampelpfad entsteht nicht wild, nicht einfach so, sondern er ist von vornherein eingeplant und genehmigt. Man redet zwar bei der Route („15 Grad-Knick“) über Schulzendorfs Schule und Kitas von “nur“ 25 Maschinen pro Tag, aber im Kleingedruckten heißt es eben, daß sie unter bestimmten Bedingungen allen Maschinen offen steht, und im schlimmsten Fall sind das dann 260 pro Tag.


Ich sage lieber nichts mehr und behalte für mich, dass es unter dem „Trampelpfad“ kein ausgewiesenes Lärmschutzgebiet mit der Pflicht der Flughafengesellschaft für die Einrichtung angemessenen Schallschutzes gibt.


Das Dialogforum BER hat sich vorgenommen:

  • Einen fairen, transparenten und intensiven Dialog zwischen den Mitgliedern auf unterschiedlichen Ebenen zu fördern und zu gestalten. Die Erarbeitung von Konfliktlösungen auf freiwilliger Basis unter Berücksichtigung aller Interessen ist Grundlage dieser Arbeit.
  • Interessen der Anrainer in kommunaler Verantwortung, der Umwelt und des Flughafens abzugleichen. Dabei ist die Bereitschaft Kompromisslösungen zu akzeptieren, sich strittigen Themen zu stellen, sie zu formulieren und zielführend zu diskutieren eine Grundvoraussetzung.
  • Gemeinsame Vereinbarungen im Sinne des Interessenausgleichs für die Entwicklung des Flughafenumfeldes zu ermöglichen.

Wir erwarten vom Dialogforum, sich diesem „strittigen Thema“ zu stellen, es zu formulieren und zielführend zu diskutieren.

Strittiges Thema:

Ein Leben unterm Bienenstock, in etwa einer Minute sind sie nach dem Start mit ihrem Lärm und ihrem Dreck über uns.

Und keiner will uns davor schützen?

 

 

 

Auch wenn der Film oberflächlich betrachtet keine Berührungen mit den satzungsgemäßen Zielen des BVBB hat, gibt es dennoch eine Vergleichbarkeit: Jeden kann es jederzeit treffen, ohne eigene Schuld von Enteignung, von Gefahren für Leben sowie Gesundheit bedroht zu werden und flüchten zu müssen. Flüchten vor staatlicher Willkür, vor Terror oder eben auch vor Fluglärm. Den Film "Niemand flieht ohne Grund" auf diesen Seiten zu verbreiten, ist meine persönliche Entscheidung und mir ein Herzensbedürfnis. Der Film spiegelt nicht die Meinung des BVBB und seines Vorstandes wider sondern ausschliesslich meine persönliche Meinung. Solidarität mit Flüchtlingen, angesichts der aktuellen politischen beschämenden Ereignisse auf den Straßen verschiedener deutscher Großstädte, ist für mich persönlich ein dringendes Gebot des Anstandes und der Menschlichkeit.
Kristian-Peter Stange (Webmaster)

Ein Filmbeitrag zur Veranstaltung Künstler für Frieden und Toleranz in der Christophorus Kirche Berlin Friedrichshagen. BBB TV unterstützt mit diesem Film die Arbeit aller, denen Toleranz und Hilfe für in Not gekommene Menschen wichtig sind.

Prof. Dr.-Ing. Habil. E. Augustin

Analyse des im Dezember 2014 von der FBB zur Verfügung gestellten DES20XX_BAF_A(2013) und Vergleich mit dem DES 20XX aus dem Planergänzungsbeschluss (2009)

Das neue DES 20XX weist – im Vergleich mit dem DES 20XX aus dem Planergänzungsbeschluss – folgende Gemeinsamkeiten bzw. Unter-schiede auf:

Nachdem der AirBerlin Oberchef vor der IHK verkündet hat, dass mit Eröffnung des BER nicht vor 2017 zu rechnen sei, hätte der Flughafen eigentlich dementieren müssen. Hat er aber nicht. Also war das mal wieder der Versuchsballon, um zu sehen, wie die Menschheit reagiert. Wenige Tage darauf verkündete „Bild am Sonntag“, dass die Eröffnung eigentlich erst 2018 stattfinden kann. Wieder keine Reaktion des Oberlautsprechers Kunkel. Nach seiner üblichen Wortwahl hätten mindestens die Worte „alles erstunken und erlogen“ fallen müssen. Nichts, Null, Niente, Nada. 

Also stimmt das Gerücht.

Seit Wochen verfolgt uns schon wieder so ein grinsendes Konterfei als Wahlprogramm der SPD für Erkner und die umliegenden Gemeinden bis vor die Haustür. Schon die Überschrift auf den Plakaten "Brandenburg, das ist was wir tun" lässt nichts Gutes erahnen. Was soll das wohl bedeuten? Was möchte man mit diesem Spruch ausdrücken? 
Darunter steht dann "Jörg Vogelsänger"! Ist das das Wahlprogramm der SPD? Ein Minister für Landwirtschaft und Infrastruktur, der sich in viereinhalb Jahren in keiner Weise für die Sorgen und Nöte der Menschen in unserer Region eingesetzt hat. Er ist das Synonym für großflächige Verpestung durch Gestank aus Schweinemastbetrieben und für die kompromisslose flächendeckende Verlärmung durch den BER-Flugzeugverkehr des ganzen Naherholungsgebietes südlich von Berlin von Potsdam bis Fürstenwalde. Aber auch ein Synonym für die - auch mit seiner Hilfe - sinnlos verschwendeten Steuermilliarden auf der Baustelle des BER. Diese Projekte verfolgte er mit großer Freude, weil er ein Fan industrieller Mastanlagen und ein Fan des kaum noch von einem anderen Politiker bestrittenen falschen Standortes dieses Flugenhafens in Schönefeld ist.
Helfen Sie am 14. September mit, dass dieses  Wahlprogramm nicht weiter durchgeführt werden kann!

Manfred Albrecht

 In der Großstadt ist es laut. Dort fräst sich eine Straßenbahn durch ihr ausgeschlagenes Gleisbett, hier lärmen Autos, an der Ecke wird die Straße repariert. Das ist Berlin, ich bin hier geboren – ich kenne es gar nicht anders.

 Eigentlich fällt mir der tägliche Lärm schon gar nicht mehr auf. Mein Ohr hört ihn aber ohne Unter-brechung. Mach doch die Augen zu, wenn du das nicht sehen kannst, hat mir meine Mutter geraten, wenn es mir zu gruselig wurde. Genau das kann das Ohr nicht. Lärm geht ins Ohr und bleibt im Kopf. Ganz egal ob wir es wahrnehmen oder nicht – er hinterlässt Folgen.

Verlärmung schadet unserer Fähigkeit, sich auf etwas zu konzentrieren, das heißt, meine ganze Aufmerksamkeit für einen Moment einer Sache zu widmen. Das kann wichtig sein.

Forscher haben gezeigt, dass von allen Lärmarten, der Fluglärm besonders schädlich ist. Wir können ihn nicht orten, er kommt immer von woanders und allarmiert unsere Stresshormone, wie kein anderer Lärm. Er macht sogar  unsere Blutgefäße kaputt.

Das wichtigste, was wir brauchen, um mit Lärm fertig zu werden, ist der Schlaf. New York ist die town,that never sleeps, singt Frank Sinatra. Er meinte ein buntes Entertainment rund um die Uhr. Klar, aber niemand kann sich eine schlaflose Gesellschaft wünschen, die nie zur Ruhe kommt, die sozusagen am durchdrehen ist.  Eine beunruhigende Vorstellung, denn in der Ruhe liegt die Kraft , sagt eine alte Weisheit.

Sind die ständig steigenden Morbiditätszahlen für Burnout, Diabetes, Depressionen, Tinnitus, Blut-hochdruck, unkonzentrierte Kinder oder ein wachsendes Aggressionspotential in unserer Gesellschaft zufällige Phänomene?

Wohl kaum – Wissenschafter  haben uns darauf in letzter Zeit klare Antworten gegeben.

Haben Sie gut geschlafen, fragt der Arzt den Patienten im Krankenhaus. Er weiß, wie wichtig ein ge-sunder Schlaf für die Genesung ist. Jeder kennt das, wenn ein sich einer wohligen Müdigkeit hingibt und unmerklich in das Reich der Träume abtaucht. Herrlich, traumhaft. In diesem Reich herrschen auch bestimmte Regeln. Fachleute sprechen von einer Architektur des Schlafes. Er besteht aus erholsamen Phasen des Tiefschlafes und weniger tiefen Perioden. Das Gehirn räumt unser Ge-dächtnis auf, es reflektiert unser Leben – wir träumen. Das Gehirn braucht diese Phasen, um sich aufzuladen genauso wie unser iphone regelmäßig die Steckdose.

Ungestörter Schlaf ist die Voraussetzung für ein seelisches Gleichgewicht. Eine zerstörte Schlaf-architektur zerstört unser Leben. Ein konsequentes Nachflugverbot ist deshalb ein Menschenrecht, das wir einfordern müssen.  Politiken können nicht mehr Prioritäten setzen. Sie glauben ein paar Cent für Airberlin und Easyjet sind wichtiger als unsere Gesundheit. Das ist ethisch falsch.

Die Bibel bringt es auf den Punkt.…den Seinen gibt`s der Herr  im Schlaf . Das heißt für mich, dass nur ein ausgeschlafenes Hirn und ein intaktes seelisches Gleichgewicht die Voraussetzung für geistige Leistungen sein kann. Schlaf erstmal eine Nacht drüben, sagt man, wenn die Emotionen so hochkochen, dass eine rationale Entscheidung in diesem Moment unmöglich ist. Morgen siehst Du es anders.

Ja und nein. Wir werden drüber schlafen, aber ein konsequentes Nachtflugverbot an allen Berliner Flughäfen muß sein, sonst gute Nacht Marie…

Hans Behrbohm

Baron Freiherr von Münchhausen ist vergleichsweise mit dem Lügenbaron Mehdorn ein Waisenknabe und würde sich vor Scham verkriechen. Da stellt sich doch der „Große Flughafenchef“ beim RBB vors Mikrofon und redet sich mit verbissener Miene in Rage, dass es nur so kracht - - - und immer sind die anderen Schuld an der Misere des verfluchten BER.

Beim Anblick dieser Szene gingen sicher bei vielen Menschen des Flughafenumlandes die Messer in der Tasche auf, wenn in unfassbarer Reihenfolge und Ignoranz, eine Unwahrheit nach deranderen aus dem Munde dieses Herren quoll. Es ist nur zu schade, dass offensichtlich nicht nur Herr Mehdorn den exakten Wortlaut des Planfeststellungsbeschlusses nicht kennt, denn auch die Moderatoren dieser Sendung hätten wesentlich besser „kontern“ können, wenn sie sich vorher der Mühsal unterzogen hätten, den genauen Inhalt des Beschlusses zu studieren. Dann wäre es wesentlich interessanter geworden, wenn die Lügen dieses „Alleskönners“ sofort aufgedeckt und widerlegt worden wären. So blieben alle diese Unwahrheiten leider unwidersprochen im Raum stehen und es gibt sicher wieder viele abseits vom unmittelbaren Geschehen lebende Menschen, die auf dieses unsägliche Geschwätz dieses „Superexperten“ hereinfallen und ihm auch noch glauben.

Hier nun einige Beispiele dieser Lügengeschichten:

„Der Flughafen ist jetzt doppelt so groß, wie geplant, also sind die erhöhten Kosten auch vertretbar“ – falsch, denn der Flughafen ist im wesentlichen von der Größe her so gebaut, wie geplant – nur jetzt eben schon zu klein (Gepäckbänder, Counter, usw.).

„Der Flughafen wurdefür 27 Mio Passagiere geplant und jetzt sind schon 26 Mio erreicht“ falsch, denn der Flughafen wurde für 30 Mio Passagiere mit 360000 Flugbewegungen im Jahr geplant. „Wir werden bald 45 Mio Fluggäste abfertigen“ falsch, denn von 45 Mio Passagieren war nie die Rede.

Und nun noch ein letztes Beispiel – denn man könnte diese Aufzählung noch erweitern – „Die ständig neuen Forderungen an einen Schallschutz, den es nirgendwo in dieser Höhe und Komplexität gibt und dazu noch die unmöglichen Lüfterforderungen führten u.a. zu den Verzögerungen und den Kostenerhöhungen“ ganz falsch, denn genau diese Forderungen sind bereits völlig unmissverständlich und genau von den Vertretern der Flughafenbetreiber bei der Ausarbeitung des Planfeststellungsbeschlusses mitformuliert worden.

Was soll also diese unverschämte Lügerei. Dieser Mann ist unfähig und es wäre höchste Zeit, diesem makabren Spiel ein drastisches Ende zu setzen; aber selbst dazu ist offensichtlich der Aufsichtsrat nicht fähig und bekannter Maßen selbst permanent in Lügen, Vertuschungen und Unfähigkeiten durch Sachunkenntnis verstrickt. - - - Armes Deutschland!

Prof. Augustin, Blankenfelde

Heute ist der Abend des 11.März 2014, eine Nacht und ein Tag sind nach dem Gespräch unserer Interessengemeinschaft gegen Fluglärm Schulzendorf mit dem Staatssekretär Rainer Bretschneider vergangen. Meine Erregung ist immer noch frisch.

Am Vorabend fragte ich ihn, ob denn die Glasfenster des Leipziger Oberverwaltungsgerichtes von 1895 einen auch heute noch geltenden Grundsatz, nach dem Justitia ihre Zuwendung dem „Macher“ schenkt und nicht dem Hilfe suchenden Bürger, widerspiegeln.

Ja, für Grossprojekte würde es durchaus so sein, dass die heutige Rechtssprechung von diesem Bild richtig wiedergegeben würde.

Und weiter, ob er denn vor sich selber das vertreten kann, was den Menschen in Schulzendorf mit planmässigem Tiefflug über ihren Köpfen zugemutet wird.

„Ja, das kann ich vor mir selber vertreten“, antwortete er mir klar und deutlich auf meine Frage.

Für mich ist hier ein Punkt erreicht, an dem gesellschaftlich vernünftiges Handeln verlassen wird.

 Hier erlebe ich einen Bruch.

 Ich scheue mich vor einem Vergleich der inneren Einstellung eines heutigen Staatsekretärs mit seinen Berufskollegen zwischen den Jahrhunderten, zuviel ist inzwischen an unmenschlichem geschehen.

 Aber eines bleibt ohne Veränderung: Das Muster.

 Ich erlebte einen Mann, der frei von Bedenken, kalt und ohne eine Spur von Mitgefühl die Vorgaben seines Dienstherren in die Erscheinung treten lässt.

Haben Sie ein Gewissen, Herr Bretschneider?

Herr vergib ihm nicht, denn er weiss was er tut.

Helmut Mencke