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Bald auch bei uns?!

Während sich die Presse in der Lobhudelei für den neuen Flughafen in Berlin Schönefeld fast überschlägt, bleiben die Fakten nahezu unbeachtet. Gern wird auch auf die Flugrouten ausgewichen.

Welchen Folgen der Berliner und Brandenburger Bürger ausgesetzt wird, lässt sich in den Berichten aus Frankfurt erahnen. Erschreckend beeindruckend sind diese Berichte.


Zur Sache Rheinland-Pfalz! Die Reportage
Jenseits der Stille - Lärmkrieg am Frankfurter Flughafen   (Sendung vom Donnerstag, 4.10. | 20.15 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz)
Seit Monaten demonstrieren lärmgeplagte Anwohner jeden Montag in Terminal 1. Viele von ihnen kommen aus Mainz und Rheinhessen. Wütend sind sie und verzweifelt. Denn mit der Eröffnung der neuen Landebahn am 21. Oktober 2011 wurde ihre Heimat von einem Tag auf den anderen zur Einflugschneise.
Flugzeug am Himmel
Der Lärm stört die Tage und zerstört die Nächte. 90 Flieger starten und landen stündlich auf dem Flughafen Rhein-Main. Und das ist nur der Anfang. Der Ausbau des Flughafens soll 126 Flugbewegungen in der Stunde ermöglichen. Diese Perspektive spaltet die Gesellschaft. Die Luftverkehrswirtschaft verspricht einen wirtschaftlichen Schub für die ganze Region. Schließlich sind rund um den Frankfurter Flughafen 75.000 Menschen beschäftigt.
Mehrere tausend Menschen demonstrieren im Terminal 1 des Flughafens in Frankfurt
Mediziner dagegen warnen eindringlich vor großen gesundheitlichen Gefahren durch den Fluglärm. Wie kann es leiser werden für die Anwohner? Helfen neue Anflugverfahren, modernere Flugzeuge und höhere Lärmentgelte? Darüber sprechen wir mit Flugroutenplanern und Triebwerksforschern.
Einen Sommer lang begleiten wir engagierte Kämpfer gegen den Fluglärm aus Mainz und Rheinhessen. Und wir sind mit denen unterwegs, die den Ausbau befürworten und am liebsten die ganze Nacht fliegen würden. Im Mittelpunkt des Film steht die Frage: Was hat der Proteste der Anwohner bewirkt? Ein Jahr nach Eröffnung der neuen Landebahn zieht dieser Film eine erste Bilanz.


 

„Die Menschen sind nichts wert“

01.11.2011 01:00 Uhr - FLÖRSHEIM - Von Susanne Wildmeister

Flörsheim steht unter Schock. Fassungslos und ohnmächtig versuchen die Menschen mit dem dramatischen Fluglärmzuwachs seit Eröffnung der Nordwest-Landebahn zu leben. In einer Flut von Mails und Telefonaten äußerten sie sich bei einer Leseraktion der „Main-Spitze“.

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Wegsehen kann jeder, weghören nicht

01.11.2011 01:00 Uhr - FLÖRSHEIM - Von Susanne Wildmeister

Fluglärm in Rheinhessen. Stimmen, Fakten, Statements.


Leserstimmen

Julia Dienst:

„Ich wohne weder in der Kernzone, noch in der Übergangszone. Dennoch ist es furchtbar laut bei uns. Ich bin froh über jede Minute, die ich in Frankfurt an der Uni verbringen kann oder in der ich arbeite. Dann hat man wenigstens für ein paar Stunden Ruhe.“

Jutta Keil:

„Seit einer Woche gilt der letzte Blick des Tages der Windvorhersage... bitte, bitte, lass keinen Ostwind sein, damit wir uns wenigstens stundenweise unter normalen Verhältnissen in unserer Wohnung aufhalten können.“

Volker Müller:

„Wach im Bett liegend spüre ich regelrecht, wie mein Herz mit dem aufkommenden Dröhnen zu rasen beginnt, um dann mit dem Nachlassen des Lärmpegels sich wieder zu beruhigen. Keine zwei Minuten später jedoch beginnt der Ablauf erneut von vorn.“

Andrea Remsperger:

„Ich fürchte mich, nach Hause zu kommen. Unser Garten kann jetzt nicht mehr genutzt werden, auch im Haus ist der Lärm nun unerträglich. An diesem Ort ist für uns ein gesundes Familienleben kaum mehr möglich. Aber wohin sollen wir ziehen, ohne Arbeitsplatz, Schule und soziales Leben aufzugeben?“

Markus Leonhardt:

„Ich hab in Raunheim meine Kindheit verbracht, weiß also was es heißt, unter Fluglärm zu leben... Das, was uns aber derzeit in der Kernzone in Flörsheim zugemutet wird, ist alles andere als erträglich. Unser Entschluss, wegzuziehen, steht jedenfalls fest. Ob es sich jedoch finanziell machen lässt, steht in den Sternen. Dass wir noch einigermaßen vernünftiges Geld für unsere Eigentumswohnung bekommen, bezweifeln meine Frau und ich.“


Familie Bluhm:

„Man kann von menschenunwürdiger Lärmbelästigung sprechen, die einer Körperverletzung gleichkommt. Das Lernen unserer Kinder wird stark beeinträchtigt, ob morgens in der Schule oder danach bei den Hausaufgaben.“

Familie Öz:

„Es ist wie ein Albtraum. Ich will einfach nicht mehr nach Hause gehen. Was wir hier durchmachen, kann sich keiner vorstellen. Wir sind echt verzweifelt, hilflos und das soll ja erst der Anfang sein... Ich verstehe die Verantwortlichen nicht. Sind die Menschen in der Umgebung gar nichts mehr wert?“

Claudia Ruppert:

„Wie kann es nur sein, dass in einem Land wie Deutschland Geld und Macht derart regieren und auf Kosten der Menschen ausgetragen wird? Ich finde, es ist eine Schande für unser Land und unsere Gesellschaft. Wir sind zutiefst geschockt und empfinden es als die reinste Menschenfolter.“

Christine Bosenius:

„Unsere Kinder brauchen mehr als fünf bis sechs Stunden Schlaf. In der Schule müssen sie sich noch dazu sehr viel mehr darauf konzentrieren, was die Lehrer sagen. Durch den Lärm wird mittlerweile jeder Satz unterbrochen und muss wiederholt werden. Sollen die Kids mit Kopfhörern unterrichtet werden?“

Monika Roth:

„Es ist ja nicht so, dass es vorher leise gewesen wäre, aber jetzt kann man sich draußen gar nicht mehr aushalten ... ich sehe das als Körperverletzung an. Außerdem sehe ich meine Menschenwürde schwer beschädigt.“

Klaus Gröschl:

„Ich fühle mich als Opfer, da man hier seitens der Politik keinen fairen Ausgleich zwischen den betroffenen Bürgern und den Interessen des Ausbaus erreicht hat.“

Harald Hamm:

„Für uns steht fest: Sollte sich in 2012 nichts an der Lautstärke ändern, verlassen wir die Region. Denn finanzielle Einbußen sind nichts im Vergleich zur Gesundheit.“

Diana Knopp:

„Ich persönlich bin selbstständig und habe mein Büro direkt unter dem Dach, über welches im Zwei-Minuten-Takt die Flieger donnern. Wen bitte interessieren hier meine wirtschaftlichen Interessen?“

Manuela Kunz:

„Ich fühle mich gehetzt, ständig am Limit meiner Belastbarkeit und reagiere viel zu schnell gereizt, wenn meine Kinder laut sind. Ich bin verzweifelt.“

Gerhard Reinhard:

„David aus Flörsheim muss sich nun endlich gegen Goliath Fraport und seine Kumpane in der gesamten Politik massiv erheben.“

Frank-Peter Beuler, katholischer Pfarrer, appelliert an seine Mitbürger:

Lebensentscheidungen wie das Verlassen der Heimat dürften nicht das Produkt einer Kurzschlussreaktion sein, auch wenn die Lage aussichtslos erscheine. Er begrüßt es, dass politisch Verantwortliche und Vereinigungen bereit sind, den Kampf für den Erhalt der Lebensqualität in Flörsheim aufzunehmen. „In diesen schweren Zeiten muss die Bürgerschaft zusammenstehen.“ Beuler erinnert an das Jahr 1666, als Flörsheim von der Pest bedroht wurde und die Bürger vorbildhaftes Durchhaltevermögen bewiesen hätten.


Flörsheimer Pfarrer geißelt Fluglärm

29.10.2011 - hronlin.de

Tränen und Entsetzen: Der Flörsheimer Pfarrer Martin Hanauer schildert in dramatischen Worten das Leben seiner Gemeinde in der neuen Einflugschneise am Frankfurter Flughafen. Selbst die Totenruhe sei gestört, sagt er.

Mit dramatischen Worten beschreibt der evangelische Pfarrer Martin Hanauer die Zunahme des Fluglärms in Flörsheim (Main-Taunus): "Menschen sind entsetzt, total aufgelöst, weinen", sagt der Pfarrer der örtlichen Kirchengemeinde. Die Bürger hätten vor der Eröffnung der neuen Landebahn am Frankfurter Flughafen mit mehr Lärm gerechnet, nicht aber mit einer solchen Zunahme. Spreche man sie auf der Straße an, gehe erst der Blick zum Himmel, dann "sprudelt es heraus, wie grauenhaft für sie die Situation ist". ...

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Fluglärm-Belastung: Mühlheim hart getroffen

29.10.2011 - op-online.de - von Barbara Hoven

Mühlheim - „Das wundert mich nicht, dass die Mühlheimer sich jetzt beschweren. Wenn überhaupt wundert mich, dass sich nicht mehr Mühlheimer beklagen.“

Offenbachs Flughafenberater Dieter Faulenbach da Costa weiß, was die in der vorvergangenen Woche neu eröffnete Nordwest-Landebahn des Frankfurter Flughafens für die Mühlenstadt bedeutet. Noch mehr Krach. „Ich finde es dramatisch, was da gerade in Mühlheim passiert. Die Stadt liegt nun, wie Offenbach, vollständig unter einem Fluglärmteppich. “.

Das ist kaum zu überhören. Und Gesprächsthema überall in der Stadt. „Die Anflugroute zur neuen Landebahn hat den Lärmteppich über Mühlheim enorm verbreitert“, hat etwa Günter Franzesko beobachtet. ...

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