Leser schreiben für Leser

Nun ist es endlich soweit. Die Menschen begreifen ganz global und überall,
dass mächtige Herrscher sich über ihr Volk erheben, um es auszubeuten und  sich zu bereichern. Da muss ich mein Schicksal trotz vieler Opfer selber in die Hand nehmen, um es zum Besseren zu verändern!
Wir sind zwar Menschen verschiedener Hautfarbe, Sprachen und Religionen.
Doch wir sind alle Bewohner dieser einen schönen Erde!
Wir sind mit nichts in diese Welt. Alle nackt, hilflos und sicherlich guter Dinge! Warum sollten wir da nicht auch das Recht haben, unter gleichen guten wie schlechten Bedingungen zu leben?!
Wer gibt Herrschern und Diktatoren das Recht, andere Menschen zum eigenen Vorteil auszubeuten? Keiner!!!
Nur die Legitimation erteilt das Volk selbst! Durch Demut und Duldung des eigenen Schicksals. Es ist sicher eine Frage des Verstandes, des Mutes und der eigenen Courage. Doch im Zeitalter des Internet darf es keine Frage der mangelnden Information mehr sein! Im Tal der Unwissenden leben heutzutage nur noch die Desinteressierten und unverbesserlichen Ignoranten bzw. die Nutznießer der Misere. Davon gibt es aber leider viel zu viele!
Warum sind wir erschrocken über Menschen, die im Kampf um ein besseres Leben sterben? Sollten wir nicht lieber erschrecken über tote Menschen, die durch sinnlose Kriege sterben und nicht der Gerechtigkeit, sondern den verantwortungslosen Akteuren und Befürwortern der Waffenhersteller dienen? Warum wird um das Leben ungeborener Kinder gestritten, wenn wir nicht verhindern, dass tausende Kinder durch Landminen getötet oder verkrüppelt werden? Warum lassen wir Menschen verhungern und verdursten und können dennoch ruhig schlafen?
Es ist  nicht immer weit weg. Manchmal sogar gleich nebenan!
Es ist die fehlende Moral, die im Zeitalter von Macht, Gier und Vorteilsdenken alles beherrscht und aus den Fugen geraten lässt.
Dieses uneingeschränkte Handeln von Macht und Politik ist nur möglich, weil wir nicht Einhalt gebieten! Wir ermöglichen erst durch unser Schweigen die   unverschämten und anmaßenden Diätenerhöhungen, obwohl Renten und Löhne im gleichen Zeitraum niedriger werden! Wir erdulden dieses unsägliche Gefeilsche um Mindestlöhne. Das unbegründete  Ost-West-Gefälle noch nach 20 Jahren Deutscher Einheit!
Die unterschiedlichen Behandlungskriterien bei der Beurteilung von Fluglärm! Eine Politik, die wirtschaftliche Interessen vor die berechtigte Forderung der Menschen auf Gesundheit und ausreichenden Schlaf stellt! Unsere Politiker sollten schnellstens begreifen, dass auch im eigenen Lande die Suppe schon auf dem Herd steht. Es braucht nicht mehr viel, dann wird die Flamme angestellt und es kann schnell zum Überkochen kommen! So, wie anderswo in der Welt sind dann die Zeichen des Unmutes einfach ignoriert worden!!!

„Der Augenblick der Empörung ist so wichtig. Man muss sagen: Ich will das nicht mehr. Ich will es einfach nicht mehr.“(Stéphane Hessel)
Ich erlebe ihn nicht, diesen Augenblick. Wie lange müssen wir uns schinden lassen von diesen machtbesessenen, kaltherzigen Heuchlern? Haben sie etwa ihre Stunde? Stehen die Sterne ihnen günstig?
Was ist in unseren Köpfen los? Warum weiden wir uns an der Treibjagd auf einen Herrn zu Guttenberg und sehen nicht das Spiel hinter dem Spiel? Ist uns der Gladiatorenkampf lieber als unsere Wirklichkeit?

Wieder durften die Teilnehmer an der Montagsdemo in Lichtenrade (21.02.11) erleben, wie sie mit Unwahrheiten hinters Licht geführt werden. Wieder durften sie erleben wie die BIs „Keine Flugrouten über Berlin“ dem nächsten Politiker eine Bühne verschafften, der gutgläubige Bürger mit Lügengeschichten veräppelt. Nach Wowereit (SPD), Künast (Grüne), jetzt auch der nächste Wahlkämpfer, Henkel (CDU). Man darf nun darauf gespannt sein, wer die nächste Dekorationsfigur für die Lichtenrader Montagsdemos ist. Da gibt es noch die FDP und die Linke. Denen kann Herr Lietzmann (Vors. der BI) dann auch noch die Hand schütteln und stolz darauf sein, wer so alles den Lichtenradern erzählt, was sie gerne hören möchten. Ganz im Sinne des Vorbeters Simon Lietzmann durften die lieben Protestanten eine Märchenstunde genießen, die sie aber sicher nicht als solche zur Kenntnis nahmen.Die bekannte Leier: zurück zu den Flugrouten - Geradeausflugrouten nur über Blankenfelde, weil die Blankenfelder sich schon daran gewöhnt haben, dass sie den ganzen Fluglärm von über 360 000 Flugbewegungen/Jahr abbekommen; zurück zur Demokratie, die eine Verteilung des Fluglärms verbietet. Dafür Vertrauensschutz für die „alten Flugrouten“.
Mit der abgelesenen Aussage zur notwendigen Leidensfähigkeit der Blankenfelder hat Lietzmann sein moralisch/ethisches Glaubensbekenntnis abgelegt. Ich, wir Lichtenrader wollen den BBI. Der davon ausgehende Lärm und alle anderen Folgen sollen aber andere, die Blankenfelder tragen. Da leben die Untermenschen, die es nicht anders verdient haben, weil sie sich mit ihrem Schicksal abgefunden haben müssen. Begründet auf diese Moral dürfen Menschen leiden, krank werden, ihr Eigentum verlieren, nur eben diese Untermenschen. Diese Moral missachtet die Menschenwürde und die Verfassung einschließlich der UN Menschrechtskonvention. Es ist die Moral von Despoten und Rassisten. Sie ist ein Appell an niedrigste Instinkte. Sie negiert die Prinzipien einer humanen Gesellschaft, die dem Prinzip folgen muss: Was Du nicht willst was man dir tut, das füge auch keinem Anderen zu!
Höhepunkt der Veräppelei war dann der Ausruf von Henkel, dass die Politiker Schuld daran seien, wenn das Volk kein Vertrauen mehr zu Ihnen hat. So demonstrierte der ehemalige Büroleiter des ehemaligen Regierenden Bürgermeisters Diepgen (CDU), dass er nicht von dieser Welt ist, eben kein Politiker, dem man Vertrauensbruch vorwerfen kann. Es waren eben die Anderen, die Schuld am mangelnden Vertrauen zur Politik und am Flugroutendesaster des BBI haben. Henkel in der Rolle des Pilatus, das passt!
Lietzmann, Henkel und Gefolgsleute wollen nicht zur Kenntnis nehmen, dass Anspruch auf Vertrauensschutz nur die Blankenfelder, die Waltersdorfer, die Müggelheimer oder Ludwigsfelder haben. Sie haben darauf vertraut, dass das Raumordnungsverfahren, die Sprüche von Stolpe und Konsorten, auch sie von den Folgen des Fluglärms und der gigantischen Umweltverschmutzung verschont. Wie war das noch Herr Lietzmann? Das Raumordnungsverfahren verdammte als Einzigen von sechs untersuchten Flughafenstandorten den Standort Schönefeld als ungeeignet. Die Berliner SPD kämpfte gemeinsam mit der Brandenburger SPD, gegen die Versuche von Diepgen den Standort Schönefeld mit Tricks und Schikanen durchzusetzen. Nur Sperenberg sei geeignet als Flughafenstandort, weil Schönefeld, so Stolpe, unmenschlich sei. Dann 1996 wurden die Hälse gewendet. Bis heute nicht erklärt gab es plötzlich eine „Nationale Front“ der Blockparteien, noch angeführt von der CDU, die innerhalb von Wochen ihre Flughafenstandortaussagen als dummes Geschwätz von gestern abtaten. Vor diesem Hintergrund schwadronieren die Lietzmanns von Vertauensschutz zu „alten Flugrouten“.
Für diese von ihnen behaupteten „alten Flugrouten“ führen sie den Planfeststellungsbeschluss zum Neubau BBI Schönefeld und Zeichnungen des Betreibers FBS an. Nur, sie verschweigen, dass es keine Stelle im Planfeststellungsbeschluss gibt, in der „alte Flugrouten“ festgeschrieben sind. Und wer sich auf den Verursacher des Fluglärms beruft, bei ihm Vertrauensschutz anmahnt, der kann nur einfältig sein.
Verschwiegen wird, dass es nur „alte Flugrouten“ gibt, die die Deutsche Flugsicherung (DFS) seit 1998 in Dokumenten als Voraussetzung für einen flüssigen und sicheren Flugverkehr gefordert hat. Bis heute, auch mit der DFS – Position, vorgetragen vor der Fluglärmkommission (06.10.2010) hat die DFS keine andere Festlegung vorgenommen. Im Gegenteil, sie bestätigt, was sie schon 1998 gesagt hat. Vertrauensschutz Herr Lietzmann haben darum nur die Bürger, die seit 1998 auf Flugrouten hoffen konnten. Sie, und alle die ihrem Geschwätz folgen werden spätestens im Spätherbst 2011, wenn die DFS ihr Flugroutenregime dem Bundesaufsichtsamt für Flugwesen vorlegt, für ihre Vertuschung von Wahrheiten bitter bestraft. Nur, dann werden sie nicht mehr den Mut haben zu ihren Dummheiten, ihren Leseschwächen, ihren Unterlassungen möglicher Rechtswahrnehmung zu stehen. Dann werden sie gefragt, wie sie im Chor mit den von ihnen hofierten Politkern so kräftig für den Standort Schönefeld gekämpft haben. Ganz schlimm wird es, wenn der BBI wirklich in Betrieb genommen wird. Dann werden auch die Lichtenrader feststellen, dass Flugzeuge nur in Ausnahmefällen nach Flugrouten fliegen, in der Regel führen Abflüge vom BBI darum munter über Lichtenrade.
Vollmundig kündigt Lietzmann dann noch an mit allen juristischen Mitteln gegen Flugrouten über Lichtenrade zu kämpfen. Nur, diese Mittel hat er nicht. Die Lichtenrader Flugroutenhuber haben den möglichen Einsatz juristischer Mittel bereits verpennt, weil sie ignoriert haben, dass diese „Mittel“ gegen den Beschluss an rechtliche Bedingungen, an Fristen gebunden sind. Die rechtliche Auseinandersetzung gegen den Planfeststellungsbeschluss und gegen den noch rechtswirksamen Nachtflug haben sie dem BVBB überlassen. Seine Mitglieder haben für die Auseinandersetzung in gut 10 Jahren über 2,8 Mio. € aufgebracht. Während dieser Zeit, obwohl auch Lichtenrade alle Voraussetzungen für den Rechtweg hatte, haben Lietzmann und seine Truppen geschlafen und geschwiegen. Jetzt haben sie noch nicht einmal die Größe den Begriff „BVBB“ in den Mund zunehmen. Sie haben eben kein Verhältnis zur Wahrheit und zu Fakten!
Man darf gespannt sein, da ist noch Hoffnung, dass der Lehrer Lietzmann den ihm anvertrauten Kindern nicht auch den Quatsch von Geradeausflügen, vorbei an Lichtenrade, erzählt hat. Dann, wenn auch in Lichtenrader Schulklassen nur noch Unterricht bei geschlossenen Fenstern möglich ist, dann ist das Vertrauen auch der Kinder in den Lehrer hin. Was er dann den Eltern erzählt ist eine spannende Frage.

 

Immer wenn Befürworter des BBI – Standortes Schönefeld auftreten, wird gelogen, bis sich die Balken biegen. Es geht um Desinformation gutgläubiger Menschen und Auftritte, die Glaubwürdigkeit durch Titel und politische Posten vorgaukeln. Ein Musterbeispiel für die Stilfigur „kompetent auftreten bei Ahnungslosigkeit im Wissen, dabei sein Publikum als Fachidioten einstufen“ lieferte die Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium K. Reiche (CDU) auf der Veranstaltung von „Leben in Zeuthen“ am 18. 02.2011.

Nach Presseberichten ließ sich die Dame wie folgt ein: „Reiche kritisierte Brandenburgs Landesregierung und die Deutsche Flugsicherung, die mit ihren Plänen gescheiter sei, „Flugrouten umzuordnen, im Glauben, es würde niemand merken“. Am wenigstens gemerkt hat Reiche.Immerhin sitzt ein Staatsekretär ihres Ministeriums als Vertreter des Anteilseigners „Bund“ im Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft (FBS). Seit Beginn der Standortsuche für einen neuen Großflughafen „Berlin – Brandenburg“ sind Beamte ihres Ministeriums in allen behördlichen Gremien vertreten, die sich mit der Planung des BBI befassen. Seit spätestens 1998 ist diesen Vertretern durch die DFS bekannt, dass der BBI bei seinen geplanten Abflugkapazitäten die Flugzeuge nur auf und von den beiden Start – und Landebahnen bekommt, wenn die Abflüge, bei unabhängigen Parallelstarts, 15° nach Norden und Süden erfolgen. Das hat die DFS diesen Gremien, wozu auch die Fluglärmkommission gehört, schriftlich erklärt und mündlich geäußert. Der DFS nun zu unterstellen, sie sei mit ihren Plänen gescheitert, ist sachlich unverschämt und vor dem Hintergrund des Dienstherrn Bundesverkehrsministerium gegenüber der DFS auch noch schäbig. Wer seine anvertrauten „Untergeben“ so öffentlich in die Pfanne haut wie Reiche dies tut, hat jeden Respekt vor Mitarbeitern und ihrer fachlichen Qualifikation verloren. Die DFS ist die einzige an der BBI – Planung beteiligte Institution, die von Anbeginn der Planung immer die Wahrheit vermittelt hat. Was ihr vorzuwerfen ist, ist der rücksichtsvolle Umgang mit der Wahrheit im Sinne der „Pleiten–. Pech– und Pannenplaner und der Brandenburger Behörden, die für die Baugenehmigung (Planfeststellungsbeschluss) zuständig waren.
Die Feststellung Reiches, dass die Landesregierung von Brandenburg gescheitert sei bei ihren Versuchen „Flugrouten umzuordnen“, ist eine halbe Lüge. Sie verschweigt, dass die Vertreter des Bundes im Aufsichtsrat der FBS und in den zuständigen Behördengremien aktiv oder passiv die Desinformation, das Verschweigen ihres Wissens, munter mitbetrieben haben. Wieder die dumme Stilfigur: Du kannst alles sagen, denn Deine Zuhörer sind blöd!
Ihren Höhepunkt erreichte dann die Reichelsche Märchenerzählerei, als sie von der „deutlichen“ (gemeint war sicher heldenhaften) Position der Bundeskanzlerin (CDU) berichtete. Zitat (MAZ 19.02.11):... „Bundeskanzlerin Merkel habe sich deshalb kürzlich deutlich für die bisher bekannten Flugrouten ausgesprochen. Bürger sollten weiter auf das Planfeststellungsverfahren vertrauen können, sagte Reiche“... Wie oft man den Schwätzern noch nachweisen soll, dass es ausweislich der Texte des Planfeststellungsverfahrens in diesen überhaupt keine Flugrouten gibt, kann man nicht sagen. Lohnt auch nicht! Sie leben von und mit der Lüge, verbreiten sie munter weiter, faseln von angeblichen Flugrouten im Planfeststellungsverfahren. Dabei beweisen sie dann, dass sie weder das Verfahren, noch Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichtes kennen oder tatsächliche Inhalte verstehen. Im Ergebnis dieser Leseschwächen kommt immer das Gleiche heraus: Wir brauchen Lügen, um desinformieren zu können.
Wirklich frech stellt sie fest, die Bürger sollten auf die bisher bekannten Flugrouten vertrauen können. Wer bewerkstelligt, dass die Bürger nicht auf die Ergebnisse des Raumordnungsverfahrens (ROV,1994) vertrauen durften, in dem der Standort Schönefeld wegen Unmenschlichkeit als ungeeignet festgestellt wurde, der hat jedes Recht , an Vertrauen zu appellieren. Der hat ein Charakterproblem!
Wir brauchen Sündenböcke, damit das dumme Publikum nicht merkt, dass wir die alleinig Schuldigen sind. Darum geht es, um nicht mehr.
Das beweist dann auch wieder die nächste Aussage der K. Reiche: ....“Ich stelle den Flughafen nicht als Ganzes infrage. Denn es ist möglich, den Flughafen zu betreiben und die Belastungen zu reduzieren“... (Zitat MAZ). Diese Behauptung ist nicht nur kühn sondern, man muss es so drastisch sagen, auch noch bekloppt.
Unter Fachleuten unstreitig ist die Tatsache, dass es schon bei den gewollten 360 000 Flugbewegungen für den ebenso gewollten Drehkreuzflughafen auch in Zeuthen keinen Zipfel mehr geben wird, der vom Fluglärm verschont wird. Nach festliegenden Lärmberechnungen (55 dB(A) und mehr), hat der Lärmteppich eine Größenordnung von östlich von Erkner bis südlich von Ludwigsfelde, dem Süden von Berlin und bis  weit südlich von Blankenfelde/Mahlow. Das verschweigt auch Frau Reiche!
Jeder der es wissen will weiß, dass Flugrouten keine Straße am Himmel sind,  auf denen Flugzeuge fliegen. Jeder der etwas von Flugrouten versteht weiß, dass an diesem BBI maximal 10% (Instrumentenanflüge, IFR) aller Flugbewegungen an Flugrouten gebunden werden und 90% aller Flüge einen Flugkorridor nutzen, der sich kilometerweit von Flugrouten entfernt. In Wahrheit haben Flugrouten für den Fluglärm nur eine untergeordnete Bedeutung. Tatsächlich erzeugt der Fluglärm einen Lärmteppich. Davon soll die auch von Frau Reiche mit Inbrunst geführte Schwadroniererei ablenken. Jetzt fehlt nur noch, zur Inflation der Flugroutenmaler, der Vorschlag von Reiche mit dem sie beweist, worauf die Bürger vertrauen können wenn sie Flugrouten bekommen, die nach Reiche den Fluglärm reduzieren. Wir warten jetzt auch auf die „Reiche – Kurve“!
Zitat: ...Ich stelle den Flughafen nicht als Ganzes infrage“... (MAZ). Das musste als Diktum kommen. Reiche wie ihre Bundeskanzlerin, alle die diesem Diktum anhängen, wollen den Fluglärm, weil sie Menschen krank machen wollen. Das lässt sich die Dame auf der gleichen Veranstaltung durch einen Experten des Bundesumweltamtes auch noch bestätigen. Ungerührt lässt sie sich sagen, welche Folgen der Fluglärm für die Gesundheit der Betroffenen hat. Damit beweist sie dann auch, dass sie weder Achtung noch Respekt vor der körperlichen Unversehrtheit hat. Schlimmer noch: Sie bezeichnet sich als Christdemokratin mit dem „C – Anspruch“ nachdem Menschen Ebenbilder Gottes seien. Wer dem Menschen Schaden zufügt, fügt Gott Schaden zu. Anders: „Was ihr dem Geringsten meiner Brüder antut, das tut ihr mir an“!
Reiche, wie ihre ganze christdemokratische Truppe entblößen sich beim BBI – Problem mit ihren wahren Absichten. Es geht nicht um den Menschen als Ebenbild Gottes, sondern um schnöde wirtschaftliche Interessen, die an einem anderen BBI-Standort, in Sperenberg, auch nach christlichen Grundsätzen problemlos zu haben sind. Den Standort haben sie abgebügelt. Die tatsächlichen Gründe dafür sind seit 1996 im Dunklen.
Erstaunlich ist aber immer noch, dass die Medien ohne Kommentierung jeden Unsinn, jeden Widerspruch, jede Unwahrheit einfach ihren Lesern servieren. Hier stellt sich darum immer die Frage, welche Mitverantwortung „die vierte Gewalt“ an der Desinformationspolitik von Politikern hat, die schamlos um ihren Machterhalt kämpfen und sich dabei Methoden zu eigen machen, die wir in Ägypten und anders wo geißeln.

 

Radio Kultur von rbb, öffentlich rechtlich, gute Musik, keine Werbung, einfach kulturvoll- denkt sich klein Fritzchen.
Stimmt ja auch, mit einer Einschränkung. Bei den Nachrichten hört der Spaß auf. Hier offenbart sich die wahre „Präferenz“ (Vorliebe) des Senders.

„Im Streit um die neuen BBI-Flugrouten zeichnet sich eine Lösung ab, bei der Berlin deutlich entlastet würde. Wie der rbb aus Kreisen der Fluglärmkommission erfuhr, sollen die Starts von der Nordbahn des neuen Flughafens  Richtung Westen nur geradeaus erfolgen. Der gesamte Südwesten Berlins würde damit vom Fluglärm verschont. Entlastet würden auch die Ortschaften Ludwigsfelde, Großbeeren, Teltow, Stansdorf und Kleinmachnow.“(15.2.11)Noch Fragen, wem diese Nebelgranate nutzt?
Jedenfalls sehe ich die ehrenvollen Schweißperlen auf der Redakteursstirn glänzen, deshalb vielleicht der nächste Satz.
„Die Fluglärmkommission hatte bei ihrer gestrigen Sitzung wegen der Fülle des Gutachtermaterials noch keine Präferenz für einen Vorschlag genannt.“(15.2.11)
Brav gehustet rbb, wenigstens wurde ein Stück unverfänglicher Wahrnehmung ausgesprochen.
„Die Deutsche Flugsicherung will dem Gremium am 14.März die Routenvorschläge präsentieren.“(15.2.11)
Und auf zur nächsten Runde, so schaffen wir es bis zur Wahl.
Und dann?
Dann trifft das zu, was alle wissen, bloß keiner wissen will. Die Fluglärmkommission kann beschließen, was sie will, dann wird geflogen nach den Regeln der Kunst, sprich, nach den Regeln der Deutschen Flugsicherung.
Und Wowereit und Platzeck und Ramsauer? Die haben sich bereits zurückgelehnt, der Fisch hängt noch für Monate am Haken.
Dank Ihrer Gebühren!

 

die unendliche Geschichte

Na, da haben sich die Experten ja wieder mal was ganz Grandioses ausgedacht.
Es hat mir heute beim Lesen der MAZ fast „die Zehennägel hochgerollt“, als ich den neuesten Erguss der „Weisheit“ zur „Verdummung der unbedarften Flughafenanwohner“ im engeren und weiteren Sinne gelesen habe.

Da hat man – im Sinne eines ersten Manipulationsvorwurfs - auf der abgebildeten „Karte“ die jetzt vorgeschlagenen Flugrouten wieder als „Striche“ dargestellt, anstatt endlich mal dazu überzugehen, die für diese – niemals so beflogenen – Idealflugspuren gültigen Flugkorridore anzugeben, durch die ein wesentlich breiteres Gebiet sichtbar werden würde, was der Verlärmung unterliegt. So, wie die dargestellten Linien jetzt geführt sind, könnten nämlich viele abseits dieser „Autobahnen der Luft“ lebenden Menschen auf die Idee kommen, dass sie zum Glück gar nicht betroffen sind.Hinzu kommt der zweite Manipulationsvorwurf dahingehend, dass die teilweise sehr großen Orte wie Blankenfelde, Mahlow, Rangsdorf usw. als „kleine Kreise“ dargestellt worden sind. Dabei geht z. B. völlig unter, dass z.B. Rangsdorf mit seinem gesamten Wohngebiet nicht so schön weitab „vom Schuss“, wie dargestellt, liegt, sondern bis zum See heranreicht und damit wesentlich stärker vom Lärm betroffen wird, als hier vorgegaukelt wird.
Der dritte Unfug wird deutlich, wenn man sich mal die Führung der Flugroutenvorschläge für den Osten und Westen vergleichsweise anschaut. Warum gilt die sogenannte „15°-Regel“ nur für die westlichen Abflüge und nicht gleichermaßen – unmittelbar nach dem Erreichen der Flughöhe von ca. 120m – auch für den Osten – und dort nicht erst nach etlichen Kilometern ? Diesen Widerspruch – den offensichtlich auch die Fluglärmkommission nicht erkannt hat – muss man mir erst  einmal logisch und plausibel erklären.
Außerdem sind wieder nicht (viertens) die Anflugverhältnisse dargestellt, durch die eine zusätzliche Verlärmung großer Gebiete sichtbar werden würde.
Eine fünfte Manipulation ergibt sich auch wieder dadurch, dass die DFS diesmal offenbar nicht die zu erwartende Lärmbelastung – zumindest in Form der Angabe der zu erwartenden Dauerschallpegel in Abhängigkeit von der geplanten und damit ihrer Belastungseinschätzung zugrunde liegenden Belegung der angegebenen Flugstrecken mit Flugzeugen entsprechender Klassen – zumindest an einigen markanten Punkten der dargestellten Flugstrecken angegeben haben. Jeder vernunftbegabte Mensch kann davon ausgehen, dass Flugroutenangaben ohne diese Kennzeichnung ihrer Belastungswirksamkeit völlig wertlos sind. Eine Strecke, die z.B. nur sehr selten und dann auch noch mit wenigen Flügen belegt ist, ist nämlich lärmphysikalisch und lärmphysiologisch völlig uninteressant. Außerdem sind die lärmwirksamen Abschnitte der angegebenen Flugstrecken sowieso nur im „Nahbereich“ – also etwa bis zu einer Flugentfernung von etwa 20 km – von Bedeutung. Die teilweise wesentlich länger angegebenen Strecken sind deshalb auch für eine Beurteilung der Lärmbelastung in ihrem „Weitabbereich“ völlig uninteressant, weil unbedeutend im Sinne der maßgebenden Gesetze (z.B. des Fluglärmgesetzes mit seinen zusätzlichen Verordnungen).
Also auch hieraus sieht man wieder einmal, dass die ganze Flugroutendiskussion unsinnig ist. Für diesen falschen – völlig ungeeigneten – Standort des Flughafens BBI kann es keinen brauchbaren Vorschlag geben, der für welche Anwohner auch immer keinen Fluglärm verursacht. Damit kann dieser Flughafen auch niemals ein wirtschaftlich betriebenes Drehkreuz werden, sondern bestenfalls ein Regionalflughafen mit Zubringerfunktionen. Deshalb „BBI: Auf nach Sperenberg !“ – es ist jetzt 5 Minuten vor 12, noch nicht zu spät für Vernunft !

 

Nach dem „Nicht – Ergebnis – Bericht aus der Sitzung der Fluglärmkommission (FLK; vom 14. Februar 2011) ist die Schlacht aller Flugroutenhuber gegen Fakten verloren.

Nach hartnäckigem Befragen, und zunächst verweigerten Antworten, musste der Vertreter der „Deutschen Flugsicherung“ (DFS) Niebergall zugeben, dass die DFS ihr Flugroutenkonzept auf der Grundlage von 360 000 Überflügen/Jahr bekannt geben wird. Die Frage, ob er dann sagen könne welcher Zipfel der betroffenen Region zwischen Schöneiche/Erkner und südlich von Ludwigsfelde, Lichtenrade und Zossen, dann durch welche Flugrouten verschont werde, beantwortete er nicht. Dafür interpretierte dann Staatsekretär Bretschneider (SPD): Es gibt den Flughafen nicht ohne Fluglärm. Man könne eigentlich auch nicht von Flugrouten sprechen sondern nur von Flugkorridoren. Er habe aber, da sei er im Widerspruch mit der DFS immer noch die Hoffnung, dass es für einige Gemeinden Flugrouten geben könne, die ohne Fluglärm bleiben. Um welche es sich handeln würde, könne er aber nicht sagen. Da sei er als „Nichtexperte“ überfordert. Es oblag dann der ernannten Beamtin der brandenburgischen Landesregierung in ihrer Funktion als Vorsitzende der Kommission mitzuteilen, dass als Ergebnis der Sitzung festzustellen sei, dass es noch viele unbeantwortete Fragen gäbe. So sei zum Beispiel nicht klar gewesen, was man unter einem „Drehkreuz“ zu verstehen habe.(Über diese Inkompetenz nicht lachen!) Mehrheitlich habe die Kommission dann noch entschieden, dass es ein Nachtflugverbot, konkret zwischen 22:00 und 6:00 geben müsse. Ob aufgrund dieser Entscheidung nun in den Büros von Platzeck (SPD), Wowereit (SPD) und Bretschneider die Wände wackeln, hat Frau Schneider nicht berichtet. Wie dumm und hilflos dieser Mehrheitsbeschluss ist, wird sich schon in den nächsten Tagen herausstellen. Wowereit und Platzeck werden sich in Ehrfurcht vor diesem Beschluss sicher dazu herablassen und erklären, dass sie den rechtskräftigen Planfeststellungsbeschluss „Nachtflug“ mit immerhin bis zu 113 Flügen zwischen 22:00 und 6:00 Uhr nicht zurücknehmen. Dann hat die FLK für ihre nächste Sitzung wieder ein Thema. Sie muss sich mit ihrem Blindgänger befassen, den Wowereit und Platzeck nicht entschärfen werden. Lieber, so denken sie, die FLK der Lächerlichkeit preisgeben als uns den schönen BBI zum Dorfflughafen herabstufen zu lassen.
Auf dem Schlachtfeld liegen nun auch die BIs, die glaubten, mithilfe des heiligen St. Florians dem Fluglärm zu entkommen. Sie müssen nun ihre Truppen sammeln und zum letzten Gefecht aufrufen. Anführen wird dieses Gefecht dann nach ihrem Willen Bundeskanzlerin Merkel. Sie hat auf dem Parteihochamt zur Wahl des CDU – Spitzenkandidaten als Gegner für Wowereit, die Beibehaltung der Geradeaus- Märchenflugroute gefordert. Wer an Wahrheiten im Wahlkampf glaubt, der soll an Frau Merkel glauben. Sie ist so glaubwürdig wie Wowereit und Platzeck. Mehr ist zu den Merkelschen Ergüssen nicht zu sagen.
Die Schlacht ist beendet, jetzt gilt es, nur noch Verletzte zu bergen. Aber auch damit kann man Verdummungspropaganda betreiben.
Die Journalisten werden sich weiter freuen, die schöne Geschichte von schönen Flugrouten kann irgendwie weiter gedreht werden. Das füllt Zeilen und schafft weiter schöne Aufreger, beim dummen Leser.

 

Alt ist das Muster, sollten wir es nicht uralt nennen?
„Sie "pressen" buchstäblich die schwachen Stücke aus der
Gruppe heraus“. (das Jagdverhalten der Wölfe, wolfskreis.de)

Funktioniert es auch unter uns? Ich möchte es nicht glauben

,aber meine Wahrnehmung ist ziemlich entschieden.

Die Rollen und ihre Darsteller:
Die Wölfe (Macher):        Wowereit, Platzeck, Ramsauer, Bretschneider, Schwarz, usw.
Die Fluglärmkommission:
Die Neuen Vielen:          die jungen Bürgerinitiativen
Die „schwachen Stücke“:    die Bürgermeister der „Schutzgemeinschaft“
Die Alten Wissenden:       die Mitstreiterinnen und Mitstreiter des Bürgervereins                 
Brandenburg Berlin BVBB

Die Jagd geht so:

1.  Bearbeiten (Abrichten, Einschüchtern) der „schwachen Stücke“.
„...so wenig Lärmbetroffene als möglich.“
„...so lange geradeaus als möglich.“
Das hört sich doch richtig menschenfreundlich an oder?
Und richtet sich vor allem an die Bürgermeister der
„Schutzgemeinschaft“, allein aus Brandenburger Gemeinden, die
dem Landeanflug so oder so ausgeliefert sind.

2. Druck auf die Gruppe geben und Stimmung machen.
„...möglichst schnell einen Vorschlag erarbeiten.“
„...maßgeschneiderte, intelligente Flugrouten finden.“
Das klingt doch richtig produktiv oder? Da wird doch Leistung
gefordert und die Gruppe ist beschäftigt.

Die Ergebnisse  der Jagd:

Die „schwachen Stücke“  werden unter Druck gesetzt und ergeben
sich. Dem Argument „so wenig Lärmbetroffene wie möglich“
wollen sie sich nicht verschließen; vielleicht ist ihre
Gemeinde damit ja aus dem Schneider. Die Neuen Vielen erliegen
der verführerischen Illusion, etwas zu „erkämpfen“. Aber wenn
überhaupt – dann nur für sich.

Die Alten Wissenden sehen sich isoliert. Ihre Forderung
"Baustopp“ und Standortänderung ist allen anderen noch zu radikal.
Und ist doch die wirkliche Alternative.
Die „Macher“ haben alles erreicht, was sie erreichen wollten:
sie haben Zeit gewonnen und keines ihrer Ziele preisgegeben.

4. verborgene Zusammenhänge.
Die Neuen Vielen und die „Macher“ haben Ziele, die sich zum
gegenwärtigen Zeitpunkt ergänzen. (gibst du mir Geradeaus-
Routen, wirst du wieder gewählt und umgekehrt)
Nach der Wahl ist alles ganz anders.
Gemeinsam, glauben sie, die Deutsche Flugsicherung unter Druck
setzen zu können.
Die Neuen Vielen kennen die „Macher“ noch nicht.

5. Aber
Die Alten Wissenden haben  die „Macher“ in den Jahren seit
des Konsensbeschlusses beurteilen gelernt und lassen sich von
ihnen nicht mehr hinters Licht führen.
Sie wissen, dass die Fluglärmkommission nur das Feigenblatt
vor den wahren Absichten der „Macher“ ist und stehen für ein
gemeinsames Vorgehen gegen die Wölfe bereit.

Vor einhundert Jahren glaubten alle Passagiere der „Titanic“
an die versprochene Unsinkbarkeit.
Genau einhundert Jahre später glauben die Neuen Vielen an
versprochene Flugrouten.

Ich hoffe auf ihr rechtzeitiges Erwachen.
Noch ist die „Titanic“ nicht in See gestochen.