BVBB Informiert

Die nachfolgende Karte hatte das Hohe Gericht hinter sich aufgebaut und machte sie zur Grundlage seiner Betrachtungen.

Nun kann Wowereit seinen lieben Lichtenradern und Wannseern und Platzeck seinen Potsdamern erklären, wie sie von Flugrouten verschont werden!

Pünktlich vor der mündlichen Verhandlung (20./21. 09.2011) zur Klage von BVBB Klägern gegen den Nachtflug vor dem Bundesverwaltungsgericht, musste noch eine Propagandaveröffentlichung her, die das Jammertal für den Fall beschreibt, in dem das Bundesverwaltungsgericht Einschränkungen des Nachtflugs beim BBI entscheidet. Einschränkungen, so die dümmlichen Behauptungen des Flughafenchefs Schwarz, wären der Untergang des BBI, gewissermaßen seine vorprogrammierte Pleite. Dass nicht die Frage des Nachtflugs die Pleite vorprogrammiert, sondern die Folgen der Standortfehlentscheidung, eines viel zu teuren Flughafens und des Billigfliegerkonzeptes, darf die Öffentlichkeit nicht erfahren. Schuld an der kommenden Pleite sind dann, so ist programmiert, die bösen Menschen, die für ihre Gesundheit und ihr Menschenrecht auf Nachtruhe kämpfen.

Berufsdemonstranten. Die FBS rief ihre Mitarbeiter im Intranet zur Dienstreise nach Leipzig auf, um vor dem BVerwG per Dienstauftrag für Nachtflug zu demonstrieren. Der intelligenzbeleidigende, lahme Versuch von FBS-Kunkel mithilfe des RBB in Berlin und Brandenburg die Öffentlichkeit für dumm zu verkaufen:

Die Reaktion der BI Gosener Wiesen durfte erwartet werden. Auch sie ist Ergebnis des St. Floriansprinzips! Auch sie ist Ergebnis des Irrglaubens, nach dem es Flugrouten gibt, die den Müggelsee oder auch die Gosener Wiesen fluglärmfrei halten. Fakt ist, es wird auch in der östlichen Region der Start- und Landebahnen einen Fluglärmteppich geben, der die ganze Region betrifft. Wer auch in dieser Region den Fluglärm nicht will, muss gegen den Standort kämpfen. Alles andere ist Selbstbetrug. Ob Flugroutengeschiebe, Fluglärmkommissionsaufblähung oder Häufung örtlicher Kleindemos, alles unterliegt dem Prinzip "teile und herrsche" und betreibt in Konsequenz das Spiel der BBI-Lobby. Lesen Sie hierzu auch in der Berliner Morgenpost...


Pressemitteilung vom 12.09.2011:
Die BER-Müggelseeroute ist richtig! Gründung Bürgerinitiative in Gosen am 16.09.2011.

Ferdi Breidbach
(unkorrigiertes Manuskript – es gilt das gesprochene Wort!)

Liebe Opfer von Vertuschungen, Lügen und den Folgen des Pleiten – und Pannenprojektes BBI!

So darf sie ein BVBB-ler anreden, der schon auf der drei Monate dauernden Anhörung zum Bauvertrag BBI im Sommer und Herbst 2001 alles zu den Folgen des Standortes sagen konnte.

Alle, die sich seit 1998 am Widerstand beteiligt haben, haben gewusst, was kommt.

So darf ich sie auch anreden, weil es 3000 vom BVBB organisierte Kläger gab, die in 2006 gegen den Standort geklagt haben.

So darf ich sie auch anreden, weil mit dieser Klage, der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes, Wowereit und Platzeck eine schwere Niederlage hinnehmen mussten. Sie wollten durchsetzen, dass in Schönefeld ohne jede Nachtruhe, 24 Stunden am Tage  mit 117 Flügen geflogen wird. Das hat das Gericht als glatt rechtswidrig erklärt! Es hat entschieden: Ihr dürft mit einer neuen Regelung wieder kommen. Nur, zwischen 0:00 Uhr und 5:00 Uhr werden keine Nachtflüge genehmigt.

Diese Entscheidung ist eine schwere Ohrfeige für Rücksichtslosigkeit.

Jetzt wird nach dem 20. September, aufgrund von Klagen auch von BVBB – Klägern, vom Gericht entschieden, ob die Rücksichtslosigkeit mit bis zu 113 Flügen in der Nacht Recht wird.

Wowereit, Platzeck und FBS-Geschäftsführer lassen FBS-Mitarbeiter auf Steuerzahlerkosten gegen Flughafenanwohner aufmarschieren

das vollständige skandalöse Pamphlet hier...

Am 28.08.2011 teilte der Brandenburgische Wirtschaftsminister und FBS-Aufsichtsratsmitglied Christoffers (LINKE) mit, dass mit einer 500.000 Euro teuren Kampagne die Betreiber des neuen Flughafens Berlin-Schönefeld (BER) für mehr Akzeptanz in der Bevölkerung sorgen wollen. Ganz offensichtlich gehen davon schon erkleckliche Sümmchen für Demo-bedingten Arbeitsausfall am 20.09., Demo-Dienstreisen, Demo-Spesen,  Demo-Dienstfahrzeuge und -wie man hört- das Drucken von Pro-Nachtflug-T-Shirts, die die FBS-Arbeitnehmer und Demowilligen übergestreift bekommen sollen, drauf.

Jeder weiß, dass die permanent defizitär wirtschaftende FBS aus öffentlichen Haushalten alimentiert wird. Das geschieht alljährlich durch Gesellschafterdarlehen, die nach Jahresablauf regelmäßig in Eigenkapital umgewandelt werden.

So werden unserer Gelder gegen die Wahrnehmung unserer demokratischen Rechte eingesetzt. Schamloser und dreister geht es nimmer. Wer Bürger quält, wird nicht mehr gewählt!


Jeden Tag werden leider unsere hier veröffentlichten Untersuchungen und Offenen Briefe zuletzt v. 25.07.11  bestätigt.
http://www.bvbb-ev.de/index.php/de/leser-schreiben-fuer-leser/476-offener-brief-der-2900-teilnehmer-am-4-konvent-in-berlin-friedrichshagen-26072011.html
Im Gegensatz zur Politik würden wir gerne zugeben , uns geirrt zu haben.
Mutig bekennen sich einige wenige intelligente Politiker zu ihrem Auftrag und zu ihrer Verantwortung und treten gegen den Wahnsinn des BER – Standortes und seine Auswirkungen auf.

Klarstellung: Der BVBB beteiligt sich nach wie vor NICHT an Flugroutendiskussionen. Insofern gibt es durch den BVBB auch keine Präferierung einer Route! Der nachfolgende Beitrag sollte lediglich klar machen, mit welchen Methoden und Zielen spezielle "Aktivisten" versuchen, sich zu profilieren, zu profitieren und eine notwendige  Diskussion um den ungeeigneten BBI-Standort Schönefeld zu verwässern bzw. zu sabotieren.

 


Formal ist die „Bundesvereinigung gegen Fluglärm (BVF) eine Vereinigung, die von fluglärmbelasteten Kommunen, Bürgerinitiativen bis hin zu Einzelpersönlichkeiten alles aufnehmen kann, was sich gegen den Fluglärm wendet. Nach § 32a des Luftverkehrsgesetzes sind der Vereinigung Beratungsrechte gegenüber Behörden und Ministerien zugestanden. Als weiteres Recht kann die BVF Mitglieder in die Fluglärmkommissionen entsenden, die ihrerseits ebenfalls Beratungsrechte haben. Wenn man von den Wirkungsmöglichkeiten von Beratungsrechten absieht, kann man nur schlussfolgern: für Fluglärmbetroffene kann die BVF ein Sprachrohr sein.
In der Praxis, so in der Auseinandersetzung um die Installierung des Großflughafens „BBI Berlin – Schönefeld“, sieht dann die Sprachrohr – oder Beratertätigkeit nicht mehr nach „selbstlos“ aus, wie die Arbeit der BVF in § 1 der Satzung beschrieben wird.

 

so titelten Zeitungen (05.09.11) unkritisch den Unfug, den Platzeck zum BBI/BER unbelehrbar, Fakten und Realitäten verdrängend,  munter weiterverbreitet.
Danach sieht Platzeck immer noch, wie lange eigentlich schon, „bei Flugrouten noch Chancen“. Wo Platzeck und wie er die Chancen sieht, verrät er nicht.

Berliner Morgenpost-Interview mit Ronald Lauder
Sonntag, 4. September 2011 03:24

"Ronald Lauder: Mir ist aufgefallen, dass in der Stadt viele Plakate zu sehen sind, aber keine Inhalte transportiert werden. "Berlin verstehen" heißt es auf den Plakaten mit den Fotos des Regierenden Bürgermeisters. Es wird aber offensichtlich nicht über Inhalte gesprochen. Ich glaube, die Menschen haben bei dieser Wahl gar keine Wahl, weil über die wichtigen Themen nicht diskutiert wird. Aber wie sieht die Zukunft aus? Was ist mit den jungen Menschen, die einen Arbeitsplatz und später eine Familie gründen wollen? Ich treffe in New York viele junge Berliner, die dort ihre Chance sehen, nicht in Berlin. Und das sind die besten Frauen und Männer, die wir haben - und sie verlassen Berlin. "

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