Den am Wochende bekannt gewordenen Überlegungen von Bundesverkehrsminister Dobrindt (CSU) auf eine Erweiterung des Skandalflughafens BER zu verzichten und stattdessen den an erheblichen Überkapazitäten leidenden Flughafen Leipzig-Halle als Ausweichflughafen für Berlin zu nehmen , hat Flughafenchef Mehdorn eine klare Abfuhr erteilt. 

"Nein, Leipzig ist keine Option. Wer von und nach Berlin fliegen will, fliegt von und nach Berlin. Das ist heute so. Und das wird auch künftig so sein", lautet die Reaktion von Hartmut Mehdorn vor dem BER-Sonderausschuss auf Alexander Dobrindts Vorschlag, den Flughafen Leipzig-Halle zu einer Alternative zum BER zu entwickeln. Mehdorn weiter: "Der ist viel zu weit weg."

Mit seinen Äusserungen hat Mehdorn sich nun endgültig als ein gnadenloser Schwätzer entlarvt. Denn anlässlich der Eröffnung des neuen Bahnhofs am Leipziger Flughafens im Jahre 2003 jubelte der damalige Bahnchef Mehdorn: "Wer in Erkner wohnt, nennt sich Berliner, obwohl er eine Stunde bis in die City braucht. Von Berlin nach Leipzig fährt der ICE demnächst noch 59 Minuten". Deshalb empfahl er den Berlinern angesichts der Querelen um den Flughafen Schönefeld, nach Leipzig zu kommen. "Leipzig ist ein Vorort von Berlin und Berlin ein Vorort Leipzigs".

(Quelle: http://www.mz-web.de/mitteldeutschland/flughafen-leipzig-halle-ankunft-in-der-mobilen-zukunft,20641266,19681410.html )