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BVBB kritisiert rot-rot-grüne Stellungnahme des Abgeordnetenhauses zu Tegel als unglaubwürdig und peinlich

Ein Argument für die Schließung des Flughafens Tegel nennt die Stellungnahme des Abgeordnetenhauses zum Volksentscheid über den Weiterbetrieb des Flughafens Berlin-Tegel, das der Bürgerverein Brandenburg Berlin (BVBB) schon lange vertritt: Es ist das Argument, dass ein Verkehrsflughafen nicht in dicht besiedeltes Gebiet gehört.

Allerdings will die Berliner Regierungskoalition diese Erkenntnis nur für Tegel sehen, nicht aber auch für den Bau des BER an der dicht besiedelten südlichen Stadtgrenze von Berlin.

Ist es Wissensdefizit oder Doppelmoral, wenn rot-rot-grün nur für Tegel-Anwohner problematisiert, dass trotz gesetzlicher Regelungen „sehr viele Lärmgeplagte ungeschützt bleiben“ und „hohen gesundheitlichen Risiken durch Lärm und Schadstoffe“ ausgesetzt sind“? "Lärm macht nun mal krank." Ja, Frau Senatorin Pop. Das gilt aber universell.

„Alle Berliner/-innen profitieren vom Ende des Flugbetriebs in Tegel“, steht in der beschlossenen Stellungnahme. Alle? Sollten die Verfasser wirklich nicht wissen, dass neben – ebenfalls schutzwürdigen – Brandenburgern auch sehr viele Berliner unter der Verlagerung des Flugverkehrs nach Schönefeld leiden werden? 

Und das Wort „profitieren“ ist nach vier in den Sand gesetzten zusätzlichen Milliarden Euro für einen nicht funktionierenden Flughafen reiner Hohn. Diese Milliarden sind nach Überzeugung des BVBB sinnlos verausgabt worden durch politische Fehlentscheidungen, deren größte die falsche Standortwahl war und ist.

Wenn SPD, Linke und die Grünen behaupten, am neuen Flughafen BER würden genügend Kapazitäten zur Verfügung stehen, so widersprechen sie damit der Geschäftsführung der Flughafengesellschaft, die u.a. im Sonderausschuss BER mehrfach betont hat, dass die geplanten Kapazitäten des BER bei Fertigstellung bei dem stark steigenden Fluggastaufkommen nicht ausreichen werden.

Offenbar ist es schlicht Propaganda: Nicht um das Wohl der vielen Tegel-Anwohner scheint es zu gehen, auch nicht um das Wohl der Stadt Berlin, sondern nur darum, das Kartenhaus BER und die dafür Verantwortlichen so lange wie möglich zu stützen.

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