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Als Anwohner des BER lesen wir nur über Erfolgsmärchen, für Betroffene und Steuerzahler ergibt sich aber ein völliges anderes Bild zum Flughafen. Es ist nämlich ein Kampf zwischen den Betroffenen und der Flughafengesellschaft ( FBB ) geworden, überhaupt einen Anspruch auf ausreichenden Schallschutz genehmigt zu bekommen. Der notwendige Schutz vor Fluglärm für den Bürger steht in der Genehmigung zum Flughafen - herausgekommen ist nun aber das Feilschen um bürokratische Baudetails um die Häuser bei freundlichem Desinteresse der Landesregierung und deren Ämter.
"Bedauerliche Einzelfälle", "irrtümlich" ,"nicht genehmigt" , "nie genehmigungsfähig" , " nicht zum Wohnen oder Schlafen geeignet" oder "nicht zum dauernden Aufenthalt geeignet" , " wo sind die Zertifikate" und deshalb "nicht schutzwürdig" sind die ständigen Urteile der FBB nach "unendlichen" und unbürokratisch Bearbeitungszeiten über unserer Zuhause. Vorgelegte Baugenehmigungen werden vom angezählten Staatsbetrieb FBB ebenso ignoriert, wie uralte Mietverträge mit der damaligen Kommunalen Wohnungsverwaltung der DDR.
Auch gibt es hier die verkehrte Welt, da der Bürger, den Nachweis erbringen muss, dass seine Wohnung schutzwürdig ist und Anspruch auf Schallschutz hat. Aber mit dem Aufwand, dem Wissen und die Nerven die man für die Schallschutzmaßnahmen braucht, kann man als Einzelperson sicher im Vergleich auch einen ganzen Flughafen bauen.
Fazit : Es kann hier nur einen Flughafen oder Wohngebiete geben. Beides passt nicht zusammen. Die FBB verwechselt bei ihrer Anliegerpolitik nur etwas: wer um Investitionsmittel bei uns Steuerzahlern bittet, kann seinen Nachbarn nicht als Bettler abspeisen.

Jörg Pohland, Schulzendorf

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