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Eine Lehrerin schrieb unter meinen Namen in ihr Notizbuch:

„Unreif und jung“. Ich war 16.

Wie aber sehe ich einen Mann, der 60 wird, aber unreif bleibt?
Da bleibt mir bloss noch meine Schadenfreude.

Schadenfreude?...Ja Schadenfreude, die ehrlichste Form von Mitleid.

Probieren Sie sie ohne ein schlechtes Gewissen. Sie ist sowas von erfrischend.

Und freuen Sie sich mit mir auf den kommenden Montag. Da fragt er (der Mann, der 60 wird) seine armseligen Ja-Sager:

Wollt ihr gemeinsam mit mir untergehen?

Und ich ahne, Sie wissen, was die antworten, „Ja“

Ein reifer Mann hätte längst erkannt, dass seine beste Zeit um ist.

Helmut Mencke