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Wer sich den Beitrag des RBB aus der Nachrichtensendung „Abendschau“ (02.08.11) zum schönen Fluglärm über Berlin-Reinickendorf ansehen durfte, wurde Opfer einer Satire, die ein verrückt gewordener RBB – Redakteur in eine Nachrichtensendung geschmuggelt hat. Das wäre dann die Version unter „Dummheiten des RBB“. Sicher ist aber, dass eine andere Version Pate dieses an manipulierter Information nicht mehr zu überbietenden Beitrags gestanden hat. Nur ein von Zwangsgebühren lebender so genannter  öffentlich rechtlicher Sender kann sich einen solchen Sendebeitrag erlauben, der im Ziel der Volksverdummung dienen soll.

Wie das? Ganz einfach: Da bekommt ein dienender, von Zwangsgebühren finanzierter, Redakteur den Auftrag mal ein schönes Stück für den Fluglärm zu produzieren. Den Auftrag vergibt, sicher nicht ohne Weisung von „ganz Oben“ der Intendanz, der für die „Abendschau“ verantwortliche Redaktionsleiter. Dieser verdankt natürlich sein Amt personalpolitischen Entscheidungen, die in einem Rundfunkrat getroffen werden, den die Parteien für ihre Interessen gekapert haben. Dass dieser Redaktionsleiter in vorauseilendem Gehorsam und in liebedienerischer Absicht, mit einem Beitrag die Politik gegen rebellischer Bürger zu schützen gehandelt hat, wird er natürlich sofort zurückweisen. Wie kann man auch einem Journalisten einer politisierten Sendeanstalt (im Volksmund Rotfunk) unterstellen, dass er eine Schere im Kopf hat? Nein, der Journalist hat berichtet, was er berichten sollte. Ein schönes Stückchen musste doch her, mit dem bewiesen werden kann, dass alle Sorgen um den Fluglärm, den demnächst 200 000 Berliner und Brandenburger erwarten dürfen, nichts als Hysterie sind. Da gibt es doch den Fluglärm in Berlin – Reinickendorf, der Einflugschneise des Flughafens Tegel. Da muss sich doch was machen lassen, so die Überlegung. Irgendwie finden wir etwas was beweist, dass Fluglärm keine schlimme Sache ist, weil es ja in Reinickendorf auch Menschen gibt, die aus Gewohnheit oder sonstwie den Fluglärm aushalten. Für einen Beitrag „oh du schöner Fluglärm“ hat dann der Redakteur, in einem ansonsten menschenleeren Gartenlokal in Berlin Reinickendorf, zwei „Fluglärmgewohnheitstiere“ gefunden die bestätigten, dass man sich an Fluglärm gewöhnt, so wie Ratten sich auch an jede Umgebung gewöhnen. Was diese Gewöhnung medizinisch bedeutet, dass sie gesundheitliche Folgen nicht verhindert, dass es Zehntausende gibt, die sich an Fluglärm nicht gewöhnen, dass man von Fluglärm krank wird, Kinder in ihrer Entwicklung gestört werden, wurde ebenso verschwiegen wie die Möglichkeit Tausende andere Reinickendorfer zu finden, die etwas anderes in die Kamera erzählt hätten. Aber Ziel war nicht ein objektiver, einer Nachrichtensendung würdiger Bericht, sondern ein politisches Schmierenstück. Allen Berlinern und Brandenburgern, die nicht vom Fluglärm betroffen sind und in Zukunft nicht werden, sollte vermittelt werden: Lasst euch von den Betroffenen, die gegen Fluglärm protestieren, nicht beeindrucken, das sind verrückte Hysteriker, wie wir am Beispiel unser beiden Laienschauspieler bewiesen haben. Da passte denn auch noch der Jammer einer weiteren Probantin über das furchtbare Schicksal von Mitarbeitern am Flughafen Tegel, die nun bald im weit entfernten Schönefeld ihren Arbeitsplatz haben. Besonders passt es Herrn Wowereit und der Berliner politischen Klasse, wenn sie über einen Sender verfügen, der über journalistisches Potential verfügt, das sich hergibt, solche Sendebeiträge zu produzieren und dann auch noch zu senden. Alles natürlich unter dem Deckmantel der Pressefreiheit und der Verpflichtung eines öffentlich rechtlichen Senders auf objektive Berichterstattung. Nun, wer diesen RBB, schlimmer noch den „Brandenburgteil“ seit Jahren beobachtet weiß natürlich was ihn erwartet, wenn er auf den Einschaltknopf drückt.