Hinweise aber auch Kritik unserer Vorgänger sind sowohl für mich als neue BVBB-Vorsitzende, als auch für den Vorstand immer wichtige Anregungen für unsere Arbeit. Die Ausführungen im „Schulzendorfer“ werden jedoch so nicht geteilt.

Da ich seit 2007 in der AG Lärmschutz des VDGN mit Professor Geske und Peter Ohm (ab 2009) und auch anderen BVBB-Mitgliedern in dieser AG gut zusammenarbeite, weiß ich, dass eine auch nach außen hin sichtbare gute Zusammenarbeit zwischen dem VDGN und dem BVBB seit Jahren angestrebt wurde. Was an der Basis an Zusammenarbeit bereits jahrelang gut funktionierte, ist auf Spitzenebene in der Vergangenheit unbestreitbar nicht gelungen. Das hat sich nun geändert und wird von beiden Seiten begrüßt.
Welche Umstände zum Scheitern von Gesprächen vor mehr als 10 Jahren geführt haben, hat für die heutige Arbeit des BVBB wenig Bedeutung, da die damals angestrebte Zusammenarbeit heute Wirklichkeit ist.

Den heute Aktiven im BVBB kann niemand zum Vorwurf machen, dass sie noch nicht geschafft haben, was trotz aller Anstrengungen und allem Engagement in der Vergangenheit leider auch nicht gelungen ist, nämlich den unmenschlichen Standort zu verhindern.

Es ist wenig hilfreich und angemessen, alles und jedes als unnütz und falsch zu bewerten, mit dem der BVBB versucht, sich gegen Rechtsbrüche, Umweltvergehen und massive Beeinträchtigungen von Gesundheit und Lebensqualität zu wehren.

Die Satzung des BVBB stellt die Reduzierung, Minimierung bzw. Verhinderung von Belastungen und Gefahren für Mensch und Natur in den Vordergrund seiner Arbeit.
Insofern wird die gute und auch öffentlichkeitswirksame Arbeit zum Thema Schallschutz von den Mitgliedern und Betroffenen vom BVBB erwartet und auch dankbar honoriert, denn den Allermeisten ist es nicht möglich einfach wegzuziehen, falls der BER tätsächlich irgendwann in Betrieb gehen sollte.

Dass dies aber keineswegs das einzige Arbeitsfeld des BVBB  ist, ergibt sich nicht nur aus der Satzung sondern auch aus der Tatsache, dass der BVBB  ein Umweltverein ist.

Auch Dank der guten Arbeit vorheriger Vorstände ist der BVBB  solide wirtschaftlich aufgestellt und erfreut sich einer seit Jahren kontinuierlich starken Mitgliedschaft, um diese vielfältigen Aufgaben zum Schutz und Wohl von Mensch und Umwelt anpacken zu können.

Der BVBB sucht im Bündnis mit anderen Bürgerinitiativen auch weiterhin unbeirrt nach Lösungen, die den Geburtsfehler des BER - den falschen Standort - wirksam beheben können. Jeder, der bereit und in der Lage ist wirksam und zielorientiert mitzuhelfen, ist dazu herzlich eingeladen. Denn letztlich wollen wir alle nicht mit unserer Gesundheit und der nachfolgender Generationen politische Fehlentscheidungen begleichen müssen.


Christine Dorn

BVBB-Vorsitzende